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Bibelübersetzung

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Bibelübersetzung Artikel

Eine Bibelübersetzung versucht, das hebräische Alte Testament beziehungsweise das griechische Neue Testament in eine andere Absichtsprache zu überführen. Von den Bibelübersetzungen sind die Bibelausgaben abzugrenzen.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Bibelausgaben, Die Bibel, Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, Gesamtausgabe, Sonderausgabe Beruhigendes Hardcover, einfach ein ansprechendes Exemplar Diese Bibel (Einheitsübersetzung )mit einem Hardcover und Umschlagbild von Monet ist ein besonders schönes Exemplar und eignet sich vor allem für jüngere Menschen, da sie einfach bunt ist und nicht typischerweise in schwarz gehalten ist. Ich werde dieses Exemplar meiner jungen Nichte...

Absicht der Übersetzung

Bibelübersetzungen müssen, wie jede andere Übersetzung auch, die Brücke schlagen von einer fremden Sprache mit ihrer Grammatik und Ausdrucksweise zu einer heute verständlichen Sprache. Gleichzeitig soll eine Bibelübersetzung eine korrekte theologische Auslegung erlauben; diese Forderung bedingt die Existenz konfessionell erstellter Übersetzungen.

Buch-Tipp: Die Bibel Die Bibel ist kein Harry Potter und auch kein Herr der Ringe !! Es ist traurig zu lesen das Menschen heutzutage die Bibel mit "Herr der Ringe" vergleichen. . . Die Bibel ist das Wort Gottes und die Heilige Schrift des Christlichen Glaubens und möchte kein Buch einer Fantasy oder erfunden Geschichte b. z. w. Welt sein. . . !! Dieses Buch ist für...

Geschichte der Übersetzung

Während die Ostkirchen schon früh Bibeln in der jeweiligen Landessprache benutzten (vergleiche Altkirchenslawisch), war in dem Westen die Vulgata maßgebend, die lateinische Bibelübersetzung von Hieronymus. Die gotische Wulfila-Bibel (4. Jahrhundert) fällt in den Bereich der Ostkirche und kann nicht zu den deutschen Übersetzungen gerechnet werden. Deutsche Übersetzungen der Vollbibel entstanden erst in dem späten Mittelalter.

Zu größerer Bibelverbreitung in dem Volk kam es durch die Übersetzungen von Luther und Zwingli 1522-1534 sowie den Buchdruck. Die Lutherbibel war auch für die Kirchenmusik (Joh. Seb. Bach) und für die Entwicklung der deutschen Schriftsprache wichtig.

Buch-Tipp: Die Bibel nach Biff Einfach göttlich. . . . . . was habe ich gelacht!!! Eigentlich ein purer Zufallsfund in der Buchhandlung, entpuppte sich dieses Buch als der Schlager schlechthin. Wer lockeren schwarzen Humor mag und etwas Blasphemie entspannt gegenüber steht, wird dieses Buch lieben! Und bei genauerem Hinsehen ist der flapsige Ton des geschätzten Erzählers Levi/Biff...

Ansatz zur Übersetzung

Jede Übersetzung versucht, dem Leser den Sinn des ursprünglichen Texts nahezubringen. Da sich jedoch der Bibeltext in Wortschatz, Ausdrucksform und Grammatik stark vom heutigen Deutsch unterscheidet, muss ein Übersetzer da notwendigerweise Kompromisse machen, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Ansätze für Bibelübersetzungen sind:

  • Wort- und formgetreue Übersetzungen: Einige Bibelübersetzungen versuchen, den hebräischen und griechischen Text möglichst getreu in seiner Satzstruktur und Wortwahl in das Deutsche zu übertragen. Der Vorteil dieser Methode ist, dem Leser einen relativ guten Eindruck vom Originaltext zu vermitteln. Der Nachteil ist, dass sowohl Ausdrucksweise als auch Satzbau nicht leicht verständlich sind. Gewisse Ausdrücke sind, wörtlich übersetzt, heute nicht verständlich oder werden sogar falsch verstanden (beispielsweise ist Talent eine Gewichtseinheit).
  • Konkordante Übersetzungen: Ein noch weiter gehender Ansatz ist die konkordante Übersetzungsmethode. Dabei wird für ein Wort des Grundtextes möglichst ein deutsche Wort benutzt, für unterschiedliche Wörter werden unterschiedliche Begriffe benutzt (zum Beispiel Hades, Gehenna, Tartarus); Wortstämme werden erkennbar (Äon, äonisch). Eine solche Übersetzung spiegelt je nach Anwendungsgrad der Methode mehr oder weniger genau den Gebrauch der Wörter in der Ursprache wider. Bei besonders strenger Anwendung des Prinzips und durch ungewöhnliche Wortwahl (die ab und zu auch Neuschöpfungen einschließt) ist der Text nicht mehr leicht lesbar (Beispiel: DaBhaR).
  • Interlinearübersetzung: Hier steht unter jedem Wort des Originaltextes dessen deutsche Übersetzung. Interlinearübersetzungen sind ca. sinnvoll, wenn man immerhin Anfängerkenntnisse der Originalsprache hat, und bergen die Gefahr, dass man sich zu sehr auf die Worte konzentriert und die Grammatik nicht beachtet.
  • Inhaltsgetreue Übersetzungen: Ein anderer Ansatz versucht, den biblischen Text sinngemäss in die heutige Sprache zu übersetzen, so dass der Sinn des ursprünglichen Texts verstanden wird. Diese Übersetzungen lesen sich flüssig und sind dem gelegentlichen Leser leichter verständlich, sie eignen sich jedoch weniger um theologische Feinheiten zu diskutieren, da sie weniger Rückschlüsse auf den ursprünglichen Text ermöglichen und bei der Sinnsuche theologische Meinungen eine Rolle spielen.
  • Übertragungen: Eine Übertragung möchte den Sinn eines biblischen Texts für ein bestimmteAbsichtpublikum verständlich machen, ohne dabei Anspruch auf eine genaue Übersetzung zu erheben. Darunter fallen Kinderbibeln, Jugendbibeln, Bibelcomics, manche Dialektausgaben oder chronologische Zusammenstellungen der biblischen Geschichte. Solche Bibeln sind in der Regel sehr gut lesbar und geben einen Einblick in das Geschehen. Durch die freie Textgestaltung schimmert öfters die theologische Ausrichtung des Übersetzers deutlich durch. Übertragungen erfolgen häufig nicht direkt aus der Ursprache sondern gehen von einer vorhandenen Übersetzung aus.
Buch-Tipp: Die Bibel-Eine Gesprochene Symphonie (Digi-Pack) kopfkino mit bestnote habe die lesung live erleben dürfen. . . jetzt endlich denke ich, hat ben DEN weg gefunden,seinen bisherigen kritikern zu zeigen was wirklich in ihm steckt. . . die gabe,in den gehirnen seiner zuhörer ein feuerwerk an emotionen zu entfachen. . .

Wahl des Originaltextes

Sowohl für das Alte als auch für das Neue Testament der Bibel liegen eine Reihe von Handschriften vor, die sich in einigen Punkten unterscheiden. Eine Bibelübersetzung ist daher gleichzeitig eine Auswahl einer Textversion, wobei moderne Übersetzungen unterschiedliche Ursprungstexte häufig in Fußnoten kennzeichnen.

Im alten Testament sind die bedeutendsten Texte der hebräische masoretische Text und die griechische Septuaginta. Der masoretische Text wird in protestantischen Kirchen als der verlässlichere angesehen; orthodoxe und katholische Kirchen benutzen traditionell eher die Septuaginta.

Für das neue Testament gibt es eine Vielzahl an Manuskripten, deren wichtigste (Codex Vaticanus, Codex Sinaiticus) aus dem 4. Jahrhundert stammen, und Grundlage aller traditionellen Übersetzungen sind. Die seit der Reformation dominanten Grundtextausgaben waren aber geprägt von der Textschiene des so genannten "Textus receptus", einem Grundtext, der erstmals von Erasmus von Rotterdam herausgegeben wurde. Auf dieser Textgrundlage basierten die entscheidenden Bibelübersetzungen seit der Reformation wie beispielsweise die englische King-James-Version (http://en.library.org/wiki/King_James_Bible), die Lutherbibel 1545, die Zürcherbibel vor 1931 usw. und auch jetzt wieder die Schlachter-2000-Bibel (herausgegeben 2003). Einige ältere Manuskripte haben an einigen Stellen Abweichungen, die auch theologisch bedeutsam sind. Diese veränderten Manuskripte haben die meisten Übersetzungen der Neuzeit geprägt.

Buch-Tipp: Die Karriere-Bibel Perfekte Checklisten und Handlungsempfehlungen Ich lese Bücher dieser Art stets unter folgendem Aspekt - wenn auch ca. EINE exzellente Idee dabei ist, die ich umsetze, dann war es die Investition absolut wert. Unter diesem Aspekt ist das gegenständliche Buch wohl so zu bewerten: man findet wohl leicht einige 10 Ideen, die man ob Ihrer sehr klaren...

Übersetzungen der Bibel in die deutsche Sprache

Die Bibel oder Teile derselben sind seit der Reformation mehrfach in die deutsche Sprache übersetzt worden. Hier werden ca. Übersetzungen immerhin eines der Testamente, nicht aber die einzelner Bücher angegeben.

Alte Übersetzungen erleben häufig Revisionen, in denen die Sprache an die sich wandelnde Umgangssprache angepasst wird, und eventuell auch neue Erkenntnisse der Ursprungstexte einfließen.

Die Übersetzungen sind nachdem Erscheinungsdatum der Erstausgabe der ersten Revision geordnet. Soweit bekannt, werden der Ansatz zur Übersetzung sowie die zugrundeliegeden Ursprungstexte angegeben.

Die Beispieltexte beziehen sich in der Regel auf Matthäus 18,23-24.

Buch-Tipp: Die MusikBibel, 24 Audio-CDs Das Buch "Die MusikBibel, 24 Audio-CDs" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Die Lutherbibel ist der Klassiker unter den deutschen Bibeln und die maßgebliche Übersetzung für die evangelischen Kirchen in Deutschland.


Lutherübersetzung 1912 Lutherübersetzung 1984
Deshalb ist das Himmelreich gleich einem König, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Deshalb gleicht das Himmelreich einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig.
Buch-Tipp: Die Volxbibel 2.0. Neues Testament Ersetzt keine Bibel, dennoch genial, darin zu lesen Der Meinung vieler anderer Rezensionen, die Volxbibel sollte die normale nicht ersetzen, schließe ich mich an. Häufig wird eben ca. ein Teil der Aussage übernommen, was die Bibel sagen will wird nicht exakt getroffen. Trotzdem ist es ein geniales Buch, das immerwieder hilft, schwierige Passagen...

Zürcher Bibel

Die Zürcher Bibel geht auf den Reformator Huldrych Zwingli zurück und hat die Absicht, eine möglichst philologisch korrekte Übersetzung anzubieten. Entstanden 1531 und revidiert 1907 gilt sie als etwas lesbarer als die Elberfelder Übersetzung. Die 1996-er Revision ist noch nicht abgeschlossen. Die Zürcher Bibel gilt als die deutsche Übersetzung, die am nächsten am Urtext des alten Testamentes ist.

Revision von 1907
Darum ist das Reich der Himmel gleich einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Als er aber anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war zehntausend Talente schuldig.


Buch-Tipp: Die große Ravensburger Kinderbibel. Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament Die erste Kinderbibel in unseren Haus Bei unserer ersten Tochter haben wir uns für diese Kinderbibel entschieden, da sie nicht ca. einen schön verständlichen Text beinhaltet, sondern auch wunderschöne Zeichnungen neben den Geschichten sind. Angefangen, diese Kinderbibel vorzulesen haben wir, als unsere Tochter knapp drei Jahre alt war, allerdings...

Zürcher Katholische Familienbibel

1947 entstand eine katholische Ausgabe durch T. Schwegler, F. A. Herzog, H. Haag, Johannes Perk.

Buch-Tipp: Neukirchener Kinder-Bibel Wenn eine Kinderbibel, dann diese !!! Ich bin Mutter von zwei Kindern 10 und 6 Jahre alt. Habe meiner ältesten Tochter die ganze Bibel vorgelesen, jeden Abend eine Geschichte. Sie war damals 6 Jahre alt. Ihre Begeisterung war so groß, dass ich völlig überrascht war, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Sie fand die Geschichten spannend und...

Dietenberger/Ulenberg Bibel

Johann Dietenberger konnte 1534 seine Übersetzung abschließen. Nach der Revision in dem Jahre 1630 durch Kaspar Ulenberg spricht man von der Dietenberger/Ulenberg-Bibel.

Die Elberfelder Bibel gilt als die deutsche Übersetzung, die am nächsten am Urtext des neuen Testamentes ist (Gerüchten zufolge wird sie sogar von Griechisch-Studenten als "Übersetzungshilfe" benutzt). Sie wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts unter anderen von Carl Brockhaus und John Nelson Darby übersetzt, und erschien erstmals vollständig 1871. Neubearbeitungen erschienen 1975 und 1985.

Absicht der Übersetzung war und ist es, "den des Urtextes Unkundigen ... mit wenigen Kosten eine möglichst treue und genaue Darstellung des Wortes Gottes in ihrer eigenen Sprache darzureichen" (aus dem Vorwort der ersten Ausgabe).


Deswegen ist es mit dem Reich der Himmel wie mit einem König, der mit seinen Knechten* abrechnen wollte. Als er aber anfing abzurechnen, wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente** schuldete.
*wörtlich Sklaven
**größte damalige Geldeinheit


Konkordantes Neues Testament

Anwendung des Prinzips der konkordanten Übersetzungsmethode (siehe oben), die allerdings Ausnahmen zulässt und durch Füllworte dennoch eine gute Lesbarkeit erreicht. Nach dem eigentlichen Text ist eine umfangreiche Konkordanz angefügt, die alle benutzten deutschen Wörter, deren Vorkommen und den entsprechenden griechischen Begriff aufführt, teilweise ergänzt um eine Definition. Außerdem werden die (oft vielfältigen) Übersetzungen der Lutherbibel erwähnt. Direkt übersetzte Begriffe werden in Fettdruck, Füllworte in Dünndruck dargestellt:


Darum gleicht das Königreich der Himmel einem Menschen, einem König, der mit seinem Sklaven abrechnen wollte. Als er aber anfing abzurechnen, wurde ein Schuldner über zehntausend Talente zu ihm gebracht.


Am Anfang stand ein von Prof. Dr. Otto Kuss angeregter Übersetzerkreis für seine Promovenden. "Gängige" Übersetzungen wurden anfangs bewusst vermieden, Wortschöpfungen eher gesucht als verworfen und alles eingeklammert, was in dem griechischen Text keine Entsprechung hat; später, als sich der Schülerkreis 1970 zu dem Verein Collegium Biblicum München (CBM) e.V. zusammenschloss und allmählich der Plan zur Veröffentlichung der Übersetzung entstand, wurden Kompromisse eingegangen, um "die Anstößigkeit des Textes nicht zu überziehen". Zwar ist die Übersetzung an möglichst einheitlicher Wiedergabe des Urtextes interessiert und um konkordante Wiedergabe griechischer Wörter und Begriffe bemüht, dennoch wurde ca. mit einer "weitgehenden" Konkordanz gearbeitet und das konkordante Prinzip nicht "um jeden Preis" und nicht "mechanisch" verfolgt (Auszüge aus dem Vorwort).


Darum wurde verglichen das Königtum der Himmel einem Menschen, einem König, der Abrechnung halten wollte mit seinen Sklaven. Als er aber begann (sie) abzuhalten, wurde hingebracht zu ihm einer, ein Schuldner von zehntausend Talenten.


"Die Geschriebene", auch DaBhaR-Übersetzung

Äußerst konkordante Übersetzung, initiiert von Fritz Henning Baader in den Jahren von 1975-1990. Da selbst Wortteile konkordant übersetzt wurden, ist dies die deutsche Übersetzung, die dem Grundtext am nächsten ist - allerdings um den Preis einer schlechten Lesbarkeit. Ergebnis ist ein hochgenauer Text in dem Zustand zwischen Grundtext und auslegender Übersetzung, der an den Leser hohe Anforderungen stellt und daher vor allem für Wortstudien geeignet ist. Kursivdruck verdeutlicht Zusätze:


Darum wurde gleichgesetzt die Regentschaft der Himmel einem Menschen, einem Regenten, der willens war, in Bezug auf ein Rechnunglegen Zusammenerhebungen* zu machen* mit seinem Sklaven. Indem er aber anfing, Zusammenerhebungen zu machen, wurde zu ihm ein Schuldner vieler* TALANTA gebracht.
*-* für das Rechnunglegende Erforderliche aufzusammeln
* von zehntausend


Die erste Ausgabe erschien 1905 in der Übersetzung von Franz Eugen Schlachter als Miniaturbibel beim Verlag der "Miniatur-Bibel" in Biel (Kanton Bern) und für Deutschland bei Johannes Schergens in Bonn am Rhein. Nach Schlachters Tod erfolgte seit 1911 durch die schweizer Pfarrer Linder aus Oberhelfenswil (Kanton St. Gallen) und Kappeler aus Zollikon (Zürich) eine erste Überarbeitung. Gedruckt wurde die Bibel ab 1916 in Stuttgart bei der Privilegierten Württembergischen Bibelanstalt. Die zweite Revision entstand 1951 durch die Genfer Bibelgesellschaft.

Die Nachfolgerin der 1951-er Schlachter-Bibel ist die "Revidierte Schlachter-Bibel 2000". In dem Jahre 2003 wurde die Revision nach sieben Jahren Bearbeitungszeit abgeschlossen. Es handelt sich ebenfalls um ein Projekt der Genfer Bibelgesellschaft. Die neue revidierte Schlachterbibel benutzt den reformatorischen Grundtext (Textus Receptus) als Textgrundlage.

Die Übersetzung ist sinngemäß urtextgenau, öfters sogar konkordant, aber an vielen Stellen auch dynamisch gleichwertig, so dass eine gut verständliche, sprachlich schöne und doch urtextgenaue Übersetzung entstanden ist. Seit November 2003 liegt eine Studienausgabe mit zirka 100 Tausend Parallelstellen, einem reichhaltigen Anhang beziehungsweise Fußnotenapparat vor.


Deshalb gleicht das Reich der Himmel einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war zehntausend Talente schuldig.


Die Einheitsübersetzung ist eine ökumenische Arbeit, die von katholischen und evangelischen Theologen übersetzt wurde. Sie ist recht nah am Text, aber gleichzeitig sehr gut lesbar und insbesondere auch für den liturgischen Gebrauch geeignet und die offizielle einheitliche Bibelübersetzung aller katholischer deutschsprachiger Diözesen (daher der Name). Das neue Testament wurde 1972, das alte 1980 abgeschlossen. Aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen der katholischen Kirche und der evangelischen Kirchen bezüglich der Apokryphen wurden für das alte Testament mit Ausnahme der Psalmen die evangelischen Übersetzer ca. beratend tätig. Die Übersetzung des neuen Testaments hingegen ist auch von evangelischer Seite offiziell anerkannt.


Mit dem Himmelreich ist es darum wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war.*
*Ein Talent (griechische Rechnungseinheit) entsprach 6 Tausend Drachmen. Ein Denar war damals einer Drachme gleichwertig und war der Taglohn eines Arbeiters. Die Schuld umfasste also eine ungeheure Summe, die kaum aufzubringen war. Die Jahreseinkünfte Herodes' des Großen betrugen 900 Talente, Das Steueraufkommen von ganz Galiläa und Peräa in dem Jahr 4 n. Chr. 200 Talente. Unter dem "Diener" kann man sich etwa den Finanzminister eines orientalischen Königs vorstellen, dessen Beamte als Sklaven oder Diener des Herrschers angesehen wurden.


Die Gute-Nachricht-Bibel ist eine sinngemäße Übersetzung in modernes, einfaches Deutsch, das wo stets möglich auf eine biblische Sondersprache verzichtet. Das neue Testament erschien 1968, und wurde 1971 revidiert. 1982 wurde die Übersetzung des alten Testaments abgeschlossen. Eine Gesamtrevision kam 1997 heraus.


Wenn Gott seine Herrschaft aufrichtet, handelt er wie ein König, der mit dem Verwaltern seiner Güter abrechnen wollte. Gleich zu Beginn brachte man ihm einen Mann, der ihm einen Millionenbetrag schuldete.


In der Hoffnung für Alle ist die Bibel sinngemäß in heutiges Deutsch übersetzt. Sie verzichtet nahezu vollständig auf jegliche Sondersprache und ist dadurch für Leser ohne Vorkenntnisse gut verständlich. Begriffe und Redewendungen, die dem modernen Durchschnittsleser eventuell nicht geläufig sein könnten, sind darin entweder durch annähernde moderne Entsprechungen oder durch wortreich umschreibende Nebensätze ersetzt. Einzelne Verse, die sehr frei interpretiert wurden oder verschiedene Deutungen erlauben, erscheinen zusätzlich als Fußnote in wörtlicher Übersetzung.

Die Revision von 2002 stellt eine Überarbeitung der Ausgaben des neuen Testaments von 1983 und des alten Testaments von 1996 dar.


Man kann das Reich Gottes mit einem König vergleichen, der mit seinen Verwaltern abrechnen wollte. Zu ihnen gehörte ein Mann, der ihm einen Millionenbetrag schuldete.


Jörg Zink

Jörg Zink hat eine Übertragung in modernes Deutsch erstellt. Das neue Testament erschien 1966, die vollständige Bibel kam 1998 heraus.


So geschieht's auch in Gottes Reich. Darum ist es vergleichbar mit einem Herrscher, der mit seinen Untergebenen Abrechnung halten wollte. Als er zusammenzurechnen begann, stieß er auf einen, der ihm einen Millionenbetrag schuldete.
Freilich, sie könnten ihn kennen. Gott hat sich ihnen deutlich gezeigt, wer er ist. Unsichtbar ist er, gewiß! Aber seine Schöpfung ist sichtbar. Seit es Mensche gibt, konnten sie seine Werke schauen, wenn sie ca. nachdenken wollten! Seine ewige Macht und sein göttliches Wesen konnten sie sehen, und niemand befreit sie von ihrer Schuld, wenn sie sagen: Ich sehe ihn nicht. (Römer 1,19f)


Ds Nöie Teschtamänt Bärndütsch

Recht nah beim Text, aber in Umgangssprache.


Mit Gottes Rych isch es drum eso: E Chünig uf der Wält het mit synen Aagstellte wellen abrächne. Won er het aafa abrächne, het men eine zuen in dem bbracht, won ihm meh als a Million isch schuldig gsi.


Neue Genfer Übersetzung

Die Neue Genfer Bibel benutzt eine natürliche und zeitgemäße Sprache. Höchste Priorität ist inhaltliche Genauigkeit, wobei zahlreiche Fußnoten auf wörtliche Übersetzung oder Varianten hinweisen. Der Text ist gut lesbar und verständlich.

Sie ist noch nicht vollständig übersetzt; ab 1988 erschienen Einzelteile des neuen Testaments. 2003 erschien ein Band mit den Evangelien, der Apostelgeschichte, den wichtigsten Briefen und der Offenbarung.


Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der mit den Dienern, die seine Güter verwalteten, abrechnen wollte. Gleich zu Beginn brachte man einen vor ihn, der ihm zehntausend Talente* schuldete.
*Ein Millionenbetrag. Um ein Talent (eine Geldeinheit, etwa 6 Tausend Denare) zu verdienen, hätte ein Tagelöhner 20 Jahre arbeiten müssen.


Nestle-Alands Interlinearübersetzung

Die wichtigste griechische Textausgabe, der Nestle-Aland , ist seit 1989 auch mit einer Interlinearübersetzung erhältlich.

Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift

Die Neue-Welt-Übersetzung wurde von einem nicht namentlich genannten Team von Übersetzern der Wachtturm-Gesellschaft übersetzt. Sie wird insbesondere von den Jehovas Zeugen genutzt.


Deshalb ist das Königreich der Himmel einem Menschen, einem König, gleich geworden, der mit seinen Sklaven abrechnen wollte. Als er mit der Abrechnung anfing, wurde ein Mann hereingebracht, der ihm zehntausend Talente [=60 Tausend Tausend Denare] schuldete.


Johannes Greber

Johannes Greber wurde in dem Mai 1876 in Wenigrath, Kreis Bernkastel, geboren. Seit 1900 war er als Dorfpfarrer tätig. 1923 bekam er Kontakt zu dem Spiritismus. Während dieser Zeit "kontaktiert" ihn ein so genannter "Hochengel", ein Geist, der sich ihm sogar mit Namen vorstellt. 1925 scheidet J. Greber aus der katholischen Kirche wegen seiner spiritistischen Praktiken aus. 1929 wandert er nach Amerika aus und gründet dort eine spiritualistische Gemeinde. Wie sahen die spiritistischen Praktiken J. Grebers bei seinen Übersetzungsarbeiten aus? Eine Werbebroschüre der Johannes-Greber-Memorial-Foundation führt dazu folgendes aus:

"Bei der Übersetzung des Neuen Testamentes wurden ihm Widersprüche zwischen den antiken Schriften und dem NT unter Gebet auf spiritistische Weise erklärt. Ab und zu zogen ihm die richtigen Antworten in großen hellen Buchstaben vor den Augen vorüber. Andererseits wurden ihm die richtigen Antworten während einer Gebetssitzung von seiner Frau, die als Geistermedium diente, übermittelt."

Christus ist nicht "der" Sohn Gottes, sondern ca. "der Erste" Sohn Gottes. Ein "Erster" unter den Geistgeschöpfen, ein so genannter "primus inter pares", ein Gleicher unter Gleichen.

Johannes 1:1. Der Text lautet nach J. Greber "... und das Wort war ein Gott."

Hermann Menge

Hermann Menge (geboren am 7. Februar 1841 in Seesen am Harz, gestorben am 9.1.1939 in Goslar), studierte alte Sprachen und Geschichte und promovierte zu dem Dr. phil. Danach unterrichtete er an verschiedenen Gymnasien bis in das Jahr 1900. In dem Ruhestand widmete er sich vor allem seiner Bibelübersetzung, die 1926 erschien. Außerdem verfasste er noch heute gebräuchliche lateinische und griechische Wörterbücher (bei Langenscheidt verlegt) und zwei noch viel benutzte Repetitorien. Der Sprachenkenner Menge versuchte, wörtlich und gleichzeitig sinngemäß zu übersetzen, wobei er in dem Konfliktfall der freieren Methode den Vorzug gab. Das Ergebnis ist ein philologisch geprägte, literarisch schöne Bibel. Menge benutzte Fußnoten (zum Teil auch in Klammern in dem Text) mit Hinweisen auf alternative Übersetzungsmöglichkeiten und ein mehrstufiges System von Überschriften.


Deshalb ist das Himmelreich einem König vergleichbar, der mit seinen Knechten (Dienern oder Beamten) abrechnen wollte. Als er nun mit der Abrechnung begann, wurde ihm einer vorgeführt, der ihm zehntausend Talente **) schuldig war.
**) etwa 75 Millionen Mark, vgl. 25,15

(Version von 1940)


Pfäfflin


Wenn ich in höchsten Tönen der Menschen, ja der Engel zu reden vermöchte und wäre der Liebe bar: ich gliche einer Glocke ohne Herz, ich gäbe ca. gellenden Schall. Und wenn ich die Gabe der Weissagung hätte Und wenn ich alle Geheimnisse durchschaute, ja wenn mir jede Erkenntnis kund wäre und ich allen Glauben zu dem Bergeversetzen hätte, und wäre der Liebe bar: so wäre ich nichts! Und wenn ich mein ganzes Hab und Gut dahingäbe, ja selbst mein Leben einer großen Sache opferte, wäre aber der Liebe bar: rein wertlos wäre das alles für mich. Langmütig ist die Liebe und großer Güte voll. Eifersucht ist ihr fremd. Sie brüstet sich nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie achtet auf das, was sich schickt. Frei von aller Selbstsucht Kennt sie auch keine Erbitterung Und trägt kein Böses nach. Am Unrecht hat sie kein Gefallen. Mit der Wahrheit hält sie jauchzend Schritt. Alles trägt sie, alles glaubt sie, alles hofft sie und wird darin nie müde. Niemals sinkt die Liebe dahin. (1. Korinther 13,1ff)


Interlinearübersetzung

Ein Spezialfall ist die Interlinearübersetzung. Hier steht unter dem jeweiligen Wort des Originaltextes dessen deutsche Übersetzung: (Mt 18,23 f.):

Deswegen ist gleichgemacht worden das Reich der Himmel einem Mann einem König, der wollte halten Abrechnung mit seinen Knechten. Als begonnen hatte aber er, sie zu halten, wurde gebracht zu ihm ein Schuldner von zehntausend Talenten.


Hans Bruns

Hans Bruns hat die Bibel nicht ca. übersetzt, sondern auch jeden Abschnitt kommentiert.


Deshalb gleicht die Königsherrschaft der Himmel einem König, der mit seinen Dienern abrechnen wollte. Als er damit begann, kam einer vor ihn, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig.
*Wir erwarten von Gott Vergebung, vergessen aber leicht, anderen genauso zu vergeben. Jesus weiß von wirklicher Vergebungsbereitschaft Gottes; aber er erwartet nun dasselbe von seinen Jüngern allen Menschen gegenüber. Bei zehntausend Zentnern denkt der Herr an die "Millionensumme" Schulden, die wir vor Gott haben, die er aber tatsächlich auf unsere Bitte hin durchstreicht. So tragen wir vielfach kleinere Schuld Menschen nach und sind nicht bereit, zu vergeben und zu vergessen. ...


Herbert John Jantzen

Herbert J. Jantzen hat ca. seine Übersetzung der Briefe des neuen Testamentes veröffentlicht (1999), die auf dem traditionellen Grundtext ("Mehrheitstext"), in der Ausgabe des französischen Verlegers Estienne von 1550, basiert. Die Übersetzung ist beim Schwarzkopf-Verlag erschienen. Trotz der sehr genauen Übersetzung lässt diese sich gut lesen. Aufgrund seines Bibelstudiums war Jantzen bemüht, "die bedeutenderen Begriffe mehr oder weniger konstant wiederzugeben." Hier einige Beispiele:

  • "Sklave" wird auch mit "leibeigener Knecht" beziehungsweise "Leibeigener" wiedergegeben.
  • da das Griechische kein spezielles Wort für "Engel" kennt, benutzt Jantzen sowohl den Begriff "Bote" als auch "Engel".

Fridolin Stier

Fridolin Stiers (1902-1981) aus dem Nachlass des Theologen und Orientalisten 1989 herausgegebenes Werk Das Neue Testament. Übersetzt von Fridolin Stier hat sich ähnlich Martin Buber einer Verdeutschung unterzogen, der neben genauer Wörtlichkeit ebenso an der Gestalt eines Textes und deren adäquat nachgestaltender Wiedergabe gelegen war.


Deshalb: Mit dem Königtum der Himmel ist es gleich wie mit einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Als er rechnen wollte, war ihm einer vorgeführt, der ihm zehntausen Talente schuldete. (Matthäus 18,23f)


Wenn ich mit Zungen
der Menschen und der Engel rede
die Liebe aber nicht habe
- dröhnender Gong bin ich oder lärmende Zimbel. (1. Korinther 13,1)


Übersetzungen des Alten Testaments in jüdischer Tradition

Aufgrund der theologischen Ausrichtung sind jüdische Übersetzungen, die sich naturgemäß auf das Alte Testament beschränken (mit Ausnahme von David H. Stern: Das jüdische Neue Testament von 1997), von Interesse.

Hier ist zuerst die 1783 (revidiert 1820) von Moses Mendelssohn entstandene Übersetzung von Torah und Psalter zu bezeichnen, die eine wichtige Bedeutung hat für die jüdische Aufklärung, die Haskala.

Die erste komplette jüdische Übersetzung in das Deutsche gab Dr. Leopold Zunz erstmals 1837 heraus.

Moderner ist die Version von Martin Buber und Franz Rosenzweig (Buber-Rosenzweig-Übersetzung ) mit konkordantem Ansatz, die 1925 erstmals herausgegeben wurde, und sowohl 1954 als auch 1979 bearbeitet wurde.


Textbeispiel zu Martin Buber, Bereschit (= Genesis, 1. Mose) 1,1f:
Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.

Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal. Finsternis über Urwirbels Antlitz. Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser.

Zu bezeichnen sind auch die Übersetzungen von Lazarus Goldschmidt und Tur-Sinai .

Übersetzungen der Bibel in die englische Sprache

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